Futterumstellung bei Katzen

So gelingt der Wechsel von Trockenfutter auf Nassfutter & BARF

Hand aufs Herz: Katzen sind eigen. Wenn du deinem Hund eine Schüssel frisches Fleisch hinstellst, wedelt er wahrscheinlich vor Freude mit dem Schwanz. Stellst du dieselbe Schüssel deiner Katze hin, schaut sie dich oft an, als hättest du sie beleidigt.

„Wo sind meine Knusper-Kissen?“ „Warum riecht das nicht so stark wie sonst?“

Wenn deine Katze neues Nassfutter verweigert oder nur Trockenfutter will, ist das fast immer Gewohnheit und lässt sich mit einer ruhigen Futterumstellung bei Katzen lösen.

Viele Katzeneltern geben an diesem Punkt auf. „Meine Katze mag das nicht“, denken sie. Aber das stimmt oft nicht. Deine Katze ist nicht einfach nur mäkelig – sie ist ein Gewohnheitstier. Und leider machen die künstlichen Fette und Geschmacksverstärker von Industriefutter sie regelrecht «süchtig».

Der Wechsel auf hochwertiges Bio-Nassfutter oder BARF ist einer der grössten Gesundheitsbooster für deine Katze. Aber er braucht Geduld und Taktik. Hier ist dein Plan.

Regel nr. 1: Kein Hungerstreik!

Bevor wir starten, die wichtigste Regel der Katzenernährung: Du darfst eine Katze niemals hungern lassen.

Anders als Hunde reagieren Katzen sehr empfindlich auf Nahrungsentzug. Frisst eine Katze länger als etwa 24 Stunden gar nichts, ist das ein Alarmsignal, denn bei anhaltendem Nichtfressen steigt das Risiko für eine schwere Fettleber (hepatische Lipidose) deutlich.

Wir arbeiten deshalb mit Tricks und Geduld, niemals mit Zwang oder Nahrungsentzug.

Katze an Nassfutter gewöhnen: So klappt die Umstellung ohne Hungerstreik

Wenn deine Katze bisher nur Trockenfutter kannte, ist der direkte Sprung zu rohem Fleisch (BARF) oft zu gross. Der Zwischenschritt über hochwertiges Nassfutter – zum Beispiel unsere Bio-Linie für Katzen – ist der Schlüssel.

Feste Fütterungszeiten einführen

Steht bei euch den ganzen Tag Trockenfutter zur Verfügung? Das ist der erste Schritt: Räum es weg.

Solange deine Katze sich jederzeit am Trockenfutter bedienen kann, wird sie niemals motiviert sein, etwas Neues zu probieren.

  1. Führe feste Mahlzeiten ein (z. B. morgens, nachmittags, abends).
  2. Lass den Napf für 20–30 Minuten stehen.
  3. Wenn sie nicht frisst, kommt er weg bis zur nächsten Mahlzeit.

 

Allein dieser Schritt sorgt oft für einen gesunden Appetit zu den Fütterungszeiten.

Die "Teelöffel-Methode"

Unser Bio-Futter enthält keine künstlichen Lockstoffe. Es riecht dezenter als viele Industriefutter. Darum ist der Start oft nicht „Liebe auf den ersten Bissen“ – und wir machen es deiner Katze mit einem sanften Übergang leichter. So trickst du deine Katze sanft aus:

  1. Gib ihr gewohntes Futter in den Napf.
  2. Mische eine winzige Menge (Grösse einer Erbse) des neuen Bio-Menüs darunter.
  3. Frisst sie den Napf leer? Super. Lässt sie etwas stehen? Dann bleiben wir bei Schritt 2, bis sie den Napf zuverlässig leer frisst.
  4. Erhöhe die Menge des neuen Futters jeden Tag nur minimal – teelöffelweise.

 

Merk dir diesen Trick gut. Er hilft dir nicht nur bei der Umstellung vom Trockenfutter, sondern ist auch später die zuverlässigste Methode, um neue Proteine oder Sorten bei BARF und Nassfutter einzuführen.

Geduld ist der Schlüssel: Manche Katzen brauchen zwei Wochen oder länger, um von 10 % auf 100 % neues Futter zu kommen. Das ist völlig in Ordnung. Wenn sie streikt, geh einfach einen Schritt zurück zur letzten Menge, die sie problemlos gefressen hat.

Futterumstellung bei Katzen: Katze sitzt neben einem Napf mit rohem Fleisch und schaut nach oben.

Neo mit seinem Puromenu BARF-Menü.

Vom Nassfutter zuM BARF

Deine Katze frisst Nassfutter? Perfekt. Jetzt kannst du den Schritt zu BARF wagen. Die Herausforderung: Rohes Fleisch riecht kaum und hat eine ganz andere Textur als alles, was sie kennt.

So gelingt der Übergang:

  • Als Snack anbieten: Gib ihr beim Kochen mal ein kleines Stück rohes Poulet oder Truthahn. Frisst sie es gern? Dann ist der Weg Richtung BARF bereits geebnet.
  • Wieder mischen: Nutze auch hier die Teelöffel-Methode. Mische kleine Mengen des BARF-Menüs unter ihr gewohntes Nassfutter.
  • Textur anpassen: Viele Katzen mögen anfangs keine Stücke. Zerdrücke das BARF-Menü mit einer Gabel gründlich, damit die Konsistenz homogener wird.

Tricks für mehr Akzeptanz: Wärme & Toppings

Deine Katze rümpft immer noch die Nase? Dann kommen hier ein paar Hacks, um das neue Futter unwiderstehlicher zu machen:

Der Temperatur-Trick

Beute in der Natur ist warm. Futter direkt aus dem Kühlschrank ist kalt und riecht kaum.

  • Erwärme das Futter leicht im Wasserbad oder mit einem Schuss warmem Wasser.
  • Ideal ist eine Temperatur von ca. 37 °C – „Maus-Temperatur“.

Durch die Wärme entfalten sich die natürlichen Fleischaromen viel besser. Das wirkt bei vielen Katzen Wunder.

Das Topping («Bestechung»)

Streue etwas über das neue Futter, das deine Katze liebt, um den ersten neugierigen Bissen auszulösen:

  • ein paar Brösel ihres alten Trockenfutters (fein zerbröselt wie Paniermehl)
  • etwas Thunfischwasser (aus der Dose, im eigenen Saft)
  • Bierhefeflocken (viele Katzen lieben den Geruch)
  • eine kleine Prise Parmesan (ja, wirklich! Eine kleine Prise riecht stark nach Umami)

Was dir nach der Umstellung erwartet

Wenn die Umstellung geschafft ist, wirst du bei deiner Katze Veränderungen bemerken:

  • Weniger Kot: Da das Futter besser verwertet wird, sind die Häufchen im Katzenklo kleiner und riechen deutlich weniger.
  • Mehr Pipi: Durch den höheren Flüssigkeitsanteil im Futter wird der Urin verdünnt. Das unterstützt die Nieren und entlastet die Harnwege.
  • Glänzendes Fell: Natürliche tierische Proteine und hochwertige Fette sorgen für ein glänzendes, weiches Fell und oft auch weniger Schuppen.

 

Bleib dran. Du bist nicht stur – du bist konsequent für ihre Gesundheit.

Und wenn du einen absoluten Verweigerer zu Hause hast: Schreib uns. Wir helfen dir gern mit einer individuellen Strategie weiter.

Häufige Fragen zur Futterumstellung bei Katzen

Starte wieder kleiner: wirklich nur eine winzige Menge unterm Gewohnten und erst steigern, wenn der Napf zuverlässig leer wird. Oft hilft zusätzlich Wärme (ein Schuss warmes Wasser) oder ein kleines Topping, um den ersten Bissen auszulösen. Wichtig ist, dass deine Katze frisst, nicht dass du „schnell“ bist.

Bei vielen klappt es in 7 bis 14 Tagen, bei sensiblen Katzen kann es auch länger dauern. Entscheidend ist: Erhöhe die neue Menge erst dann, wenn Verdauung und Akzeptanz stabil sind. Geduld ist hier kein Umweg, sondern der Plan.

Frisst eine Katze länger als etwa 24 Stunden gar nichts, ist das ein Alarmsignal und sollte abgeklärt werden. Gerade bei Katzen gilt nicht „das sitzt sie aus“, deshalb arbeiten wir mit kleinen Schritten und sanften Tricks statt mit Druck. Wenn du unsicher bist oder deine Katze schlapp wirkt, melde dich gern, dann schauen wir es gemeinsam an.

Un abrazo 

Paula

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Human-Grade

Zutaten sowie Verarbeitungs-, Lagerungs-, Kühl- und Transportprozesse entsprechen denselben Standards wie für Menschen – echte Lebensmittelqualität statt Tierfutterstandard.