Hundefutter bei Allergien
Schluss mit dem ewigen Juckreiz
Es ist mitten in der Nacht. Alles ist still. Und plötzlich hörst du es: das rhythmische Klopfen einer Pfote auf dem Boden. Das Schmatzen beim Lecken. Das Kratzen.
Es treibt dich in den Wahnsinn. Nicht nur, weil du nicht schlafen kannst, sondern weil du siehst, wie dein Hund leidet.
Vielleicht hast du schon alles versucht. Shampoos, Tabletten, Spezialfutter vom Tierarzt. Doch der Juckreiz kommt immer wieder zurück.
Bei emPAWer sprechen wir über etwas, das in der Behandlung oft zu kurz kommt: die Rolle von Darm und Ernährung. Die Haut kann ein Hinweis sein, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
In diesem Artikel erfährst du, welches Hundefutter bei Allergien und Juckreiz sinnvoll ist. Du lernst den Unterschied zwischen Allergie und Intoleranz und wie du mit einer Ausschlussdiät herausfindest, was dein Hund wirklich verträgt
Hundefutter bei Allergien: Ist es eine Allergie oder Intoleranz?
Bevor wir über die nächsten Schritte sprechen, lohnt sich ein kurzer Blick auf das, was im Körper passiert. Entscheidend ist nämlich zuerst die Frage: Reagiert dein Hund mit einer echten Allergie oder verträgt es einfach nicht gut?
DIE ECHTE ALLERGIE
Das Immunsystem deines Hundes reagiert überempfindlich auf ein bestimmtes Protein, zum Beispiel Rind oder Poulet. Es stuft diesen Stoff als «gefährlich» ein und löst eine Abwehrreaktion aus. Typische Folgen sind Juckreiz, wiederkehrende Ohrenentzündungen, gerötete Haut und Pfotenlecken.
DIE NAHRUNGSMITTELUNVERTRÄGLICHKEIT
Hier spielt das Immunsystem meist keine Hauptrolle. Der Körper kann einen Stoff nicht gut verdauen oder verarbeiten. Das betrifft oft bestimmte Zusätze, grosse Mengen Stärke oder einzelne Zutaten wie Laktose. Die Folgen zeigen sich eher im Verdauungstrakt: Durchfall, Blähungen, Bauchweh.
In beiden Fällen kann Futter die Beschwerden verstärken, vor allem wenn es für den individuellen Hund nicht passt. Je komplexer die Rezeptur und je weniger klar die Deklaration, desto schwieriger wird es, Auslöser zu erkennen und den Körper wirklich zur Ruhe kommen zu lassen.
WARUM TROCKENFUTTER JUCKREIZ UND ALLERGIEN BEIM HUND VERSCHLIMMERN KANN
Viele Menschen fragen uns: «Ich kaufe doch das teure hypoallergene Futter. Warum wird es nicht besser?»
Dafür gibt es ein paar mögliche Gründe. Zwei davon werden selten offen angesprochen.
1. Vorratsmilben im Futter
Trockenfutter wird über längere Zeit gelagert. Unter bestimmten Bedingungen, zum Beispiel bei wärmerem Klima oder nicht optimaler Lagerung, können sich sogenannte Vorratsmilben im Futter ansiedeln.
Manche Hunde reagieren weniger auf das eigentliche Protein im Futter, sondern auf diese Milben oder ihren Kot. Dann kann selbst das «beste» Trockenfutter weiterhin Beschwerden triggern, obwohl die Proteinquelle eigentlich passt.
Bei tiefgekühlter oder frisch gekochter Nahrung ist das Risiko für Vorratsmilben oft geringer. Die Kühlkette und die andere Struktur der Nahrung schaffen hier ganz andere Bedingungen.
2. Wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät
Der Darm ist ein zentrales Organ des Immunsystems. Er entscheidet mit, was in den Körper aufgenommen wird und was draussen bleiben soll.
Wird über längere Zeit sehr stärke- und zuckerreich, stark verarbeitet und mit vielen Zusatzstoffen gefüttert, kann das die Darmflora und die Darmbarriere belasten. In der Fachwelt wird schon länger diskutiert, dass eine geschwächte Darmbarriere und eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora Entzündungen im Körper begünstigen können.
Stell dir den Darm wie einen Sicherheitsdienst vor.
Ist er stabil, lässt er vor allem sinnvolle Nährstoffe passieren. Gerät er aus dem Takt, können mehr Stoffe durchrutschen, die das Immunsystem reizen. Damit du dir das besser vorstellen kannst: Das Bild unten zeigt das Prinzip vereinfacht. Es vergleicht eine stabile Darmbarriere mit einer, die zu durchlässig ist.
Dieses Dauerfeuer im Hintergrund kann sich unter anderem auf der Haut zeigen: mit Rötungen, Juckreiz und Entzündungen.
Das heisst nicht, dass jede Allergie nur «vom Darm» kommt. Aber ein gesunder Darm ist ein wichtiger Baustein, damit Allergien und Hautprobleme besser in den Griff zu bekommen sind.
Welches Hundefutter bei Allergien wirklich hilft
Um den Teufelskreis aus Reizung, Entzündung und Kratzen zu durchbrechen, braucht der Körper deines Hundes Ruhe und Klarheit. Das erreichst du am besten mit einer Ausschlussdiät auf Basis natürlicher, klar deklarierter Nahrung.
Warum Puromenu bei Allergikern helfen kann:
OFFENE DEKLARATION
Wenn auf der Packung «Pferd» steht, ist auch nur Pferd drin. Keine versteckten tierischen Fette, keine Eiweissquellen, die nicht deklariert sind. Das macht es überhaupt erst möglich, echte Auslöser zu erkennen.
OHNE KÜNSTLICHE ZUSÄTZE
Indem du Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe aus dem Napf nimmst, nimmst du auch potenzielle Mit-Auslöser aus dem Spiel. Der Körper kann sich auf die eigentliche Nahrung konzentrieren.
Nährstoffdicht & Frisch
Natürliche Menüs liefern wertvolle Fettsäuren und Mikronährstoffe. Besonders sinnvoll sind hochwertige Omega-3-Fettsäuren, da sie Entzündungsprozesse im Körper günstig beeinflussen und die Haut von innen unterstützen können.
So bekommt der Darm die Chance, sich zu beruhigen, und das Immunsystem kann sich neu einpendeln. Häufig sieht man das zuerst am Kot, dann am Fell und schliesslich an der Haut.
Der Weg zur Diagnose: Anleitung für eine Ausschlussdiät
Wenn du vermutest, dass dein Hund auf sein Futter reagiert, führt am Thema Ausschlussdiät kaum ein Weg vorbei. Bluttests sind bei Futterallergien oft ungenau. Der verlässlichste Weg ist die Fütterung selbst.
Der Ablauf in der Praxis:
1. Eine Klare Monoprotein-Sorte wählen
Suche ein Eiweiss, das dein Hund bisher möglichst selten oder gar nicht bekommen hat, zum Beispiel Pferd, Kaninchen oder Wild. Ideal ist ein Menü, bei dem dieses Protein die einzige tierische Eiweissquelle ist.
2. Konsequent bleiben
Füttere über sechs bis acht Wochen ausschliesslich dieses Menü. Keine Leckerlis zwischendurch, keine Käserinde vom Tisch, kein «nur ein kleines Stückchen». Jeder Ausrutscher macht die Auswertung schwieriger.
3. Beobachten und dokumentieren
Achte in dieser Zeit auf Juckreiz, Hautbild, Verdauung und Allgemeinbefinden. Notiere dir Veränderungen, zum Beispiel in einem kleinen Tagebuch. Wenn sich nach sechs bis acht Wochen nichts verbessert: Dann lohnt es sich, mit der Tierärztin oder dem Tierarzt weitere Ursachen abzuklären. Häufig steckt dann nicht primär das Futter dahinter. Wenn die Beschwerden stark sind oder sich plötzlich verschlimmern, lass das bitte zeitnah tierärztlich abklären.
4. Schrittweise testen
Verbessern sich die Symptome deutlich, hast du einen wichtigen Hinweis gewonnen. Danach kannst du alle zwei Wochen nur eine neue Zutat oder Proteinquelle testen. So lässt sich eingrenzen, was gut vertragen wird und was nicht.
WIR LASSEN DICH NICHT ALLEIN
Einem allergischen Hund zu helfen, ist kein Sprint, sondern eher ein Marathon. Es kostet Nerven und Geduld.
Aber wenn du siehst, wie das Fell dichter wird, die Haut sich beruhigt und dein Hund endlich wieder entspannt schlafen kann, weisst du: Jeder Schritt hat sich gelohnt.
In unserem Shop findest du spezielle Hundefutter-Menüs bei Allergien und empfindlichem Magen (Monoprotein), sowohl als BARF als auch gekocht. Sie sind genau dafür entwickelt, dir eine klare und sichere Basis für eine Ausschlussdiät zu geben.
Hast du Fragen zur Wahl der richtigen Proteinquelle für den Start? Schreib uns. Gemeinsam finden wir den Plan, der deinem Hund wirklich gut tut.
Un abrazo
Paula
Inspiriert von Puromenu: «Una ayuda real al problema de las alergias e intolerancias en perros y gatos».