| Fütterung & Umstellung

Illustration frischer Zutaten: verschiedene Fleischsorten, Süßkartoffel, Karotten, Eier, Kohl und Samen

Fütterung & Umstellung

Die genaue Tagesration findest du in unserem Portionsrechner. Grundsätzlich gilt:

ROHE MENÜS (BARF)

Hunde benötigen etwa 2–3 %, Katzen ca. 3–6 % ihres Körpergewichts pro Tag.

GEGARTE MENÜS

Hier richtet sich die Menge nach dem Energiegehalt der jeweiligen Sorte. Deshalb wird die Tagesration hier über den Kalorienbedarf berechnet.

WIE OFT FÜTTERN?

Erwachsene Tiere fressen meist 1–2mal täglich (Hunde) bzw. 2–3 mal (Katzen).

Im Wachstum ist die richtige Energie- und Nährstoffversorgung entscheidend. Junge Tiere brauchen nicht nur genügend Energie, sondern auch eine ausgewogene Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen, damit Knochen, Muskeln und Organe sich gesund entwickeln.

 

1. DIE RICHTIGEN MENGEN

Rohe Menüs (BARF)
Hier berechnet sich die Menge prozentual vom aktuellen Körpergewicht (KG) des Tieres:

🐶 Welpen

  • 8.–20. Woche: ca. 8 % des KG
  • 24.–32. Woche: ca. 6 % des KG
  • 36.–46. Woche: ca. 4 % des KG

🐱 Kitten

  • 6–12 Wochen: ca. 10 % des KG
  • 12 Wochen bis 6 Monate: ca. 8 % des KG
  • Ab 6 Monaten: sinkend auf 3–6 %, (wie bei erwachsenen Katzen)

Gegarte Menüs
Hier richtet sich die Ration nicht nach Prozentwerten, sondern nach dem Energiegehalt (Kalorien) der jeweiligen Rezeptur. Finde die passende Portion mit unserem Rechner.

 

2. WIE OFT FÜTTERN?
Der kleine Magen von Jungtieren braucht mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt:

🐶 Welpen

  • Bis 6 Monate: 4–6 Mahlzeiten täglich
  • Bis 12 Monate: 2–3 Mahlzeiten
  • Danach: 1–2 Mahlzeiten (wie beim erwachsenen Hund)

🐱 Kitten

  • Bis 12 Monate: mindestens 3–4 kleinere Mahlzeiten
  • Ab 1 Jahr: mindestens 2 Mahlzeiten täglich

 

3. PORTIONEN REGELMÄSSIG ANPASSEN
Gerade bei Welpen ist es wichtig, die Futtermenge nicht starr beizubehalten, sondern regelmässig an die Entwicklung anzupassen.

  • Wiege deinen Welpen am besten einmal pro Woche.
  • Nutze wenn möglich eine Wachstumskurve, um die Entwicklung im Blick zu behalten.
  • Liegt das Gewicht ungefähr auf der Kurve oder leicht darunter, passt die Fütterung in der Regel gut.
  • Liegt das Gewicht deutlich darüber, sollte die Futtermenge überprüft und gegebenenfalls reduziert werden.

 

Denn: Zu viel Energie in der Wachstumsphase kann zu einem zu schnellen Wachstum führen, was die gesunde Entwicklung belasten kann.

Ja, wenn dein Tier gesund ist und die Mischung gut verträgt, kannst du Puromenu bedenkenlos dauerhaft als Teilration füttern. Bereits 10–20 % frische, unverarbeitete Nahrung werten den Speiseplan auf.

Wir empfehlen lediglich, rohe Menüs nicht in derselben Mahlzeit mit anderen Futtersorten zu kombinieren, da die Verdauungszeiten unterschiedlich sind. Über den Tag verteilt kannst du aber flexibel wechseln (z. B. morgens Trockenfutter, abends Puromenu).

Ja, du kannst zwischen rohen und gegarten Menüs alternieren. Die meisten Tiere vertragen den Wechsel sehr gut.

Wichtig ist nur, dass rohe Menüs nicht in derselben Mahlzeit mit anderen Futtersorten kombiniert werden. 

Viele Tiereltern füttern zu Hause roh oder dampfgegart und nutzen unterwegs oder auf Reisen unsere haltbaren Bio-Menüs.

🐶 HUNDE

Für viele gesunde Hunde ist ein direkter Wechsel gut möglich: Am Abend bekommt dein Hund noch das gewohnte Futter, am nächsten Morgen gibst du direkt Puromenu.

Wenn dein Hund älter oder sensibel ist, einen empfindlichen Magen hat oder du lieber vorsichtig starten möchtest, kannst du die Umstellung über 7 bis 14 Tage gestalten. Gib das bisherige Futter und Puromenu dabei in getrennten Mahlzeiten – zum Beispiel morgens das gewohnte Futter und abends Puromenu – und erhöhe den Puromenu-Anteil schrittweise.

Wichtig: Puromenu und das bisherige Futter sollten während der Umstellung nicht direkt in derselben Mahlzeit kombiniert werden.

Wenn der Stuhl weicher wird, bleibst du einfach ein paar Tage länger bei der aktuellen Menge, bevor du weiter erhöhst.

🐱 KATZEN

Katzen brauchen oft mehr Zeit. Sie sind Gewohnheitstiere und akzeptieren neue Nahrung meist langsamer als Hunde.

Starte mit einer winzigen Menge, zum Beispiel ½ Teelöffel, und mische sie unter das gewohnte Futter. Erst wenn deine Katze diese Menge zuverlässig akzeptiert, erhöhst du langsam weiter.

Leichtes Anwärmen kann helfen, weil sich der natürliche Duft besser entfaltet. Das Menü sollte aber nicht heiss sein, sondern nur etwa zimmerwarm.

Wichtig bei Trockenfutter: Der direkte Sprung von Trockenfutter auf rohes BARF ist für viele Katzen zu gross. Gewöhne deine Katze zuerst an hochwertiges Nassfutter oder gegarte Menüs, bevor du auf rohe Menüs wechselst.

💡 So gelingt die Umstellung leichter

Geh langsam vor und erhöhe die Menge erst, wenn dein Tier die aktuelle Stufe gut akzeptiert. Vermeide während der Umstellung zu viele Snacks oder andere neue Produkte, damit der Verdauungstrakt nicht zusätzlich belastet wird.

Bei sehr empfindlichen, kranken oder alten Tieren ist eine individuelle Begleitung sinnvoll.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Hunde:
Zur Umstellung für Hunde

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Katzen:
Zur Umstellung für Katzen

Ja, das ist meistens ganz normal. Viele Hunde und Katzen setzen nach der Umstellung auf frische, natürliche Menüs weniger Kot ab.

Der Grund: Hochwertige Zutaten können vom Körper gut verwertet werden. Was dein Tier aufnehmen und nutzen kann, muss nicht wieder ausgeschieden werden.

Gerade bei frischen Menüs mit hoher Nährstoffdichte bleibt deshalb oft weniger «Rest» übrig. Der Kot wird kleiner, fester und riecht häufig weniger intensiv.

Entscheidend ist, dass dein Tier munter ist, normal frisst, keine Schmerzen zeigt und der Kot nicht dauerhaft zu hart wird. Wenn du Blut, starken Durchfall, Verstopfung oder deutliche Beschwerden bemerkst, solltest du tierärztlich abklären lassen, ob alles in Ordnung ist.

Ja, das ist meistens ganz normal. Frische Menüs enthalten deutlich mehr natürliche Feuchtigkeit als Trockenfutter. Dadurch nimmt dein Hund oder deine Katze bereits über die Mahlzeit mehr Flüssigkeit auf und hat oft weniger Bedürfnis, zusätzlich aus dem Wassernapf zu trinken.

Bei Trockenfutter ist es anders: Da es kaum Feuchtigkeit enthält, müssen Tiere mehr Wasser separat aufnehmen. Nach der Umstellung auf frische, feuchtreiche Nahrung wirkt es deshalb oft so, als würden sie plötzlich «zu wenig» trinken.

Wichtig ist: Frisches Wasser sollte trotzdem jederzeit bereitstehen – besonders im Sommer oder nach viel Bewegung.

Leicht weicher Kot oder kurzzeitiger Durchfall kann in den ersten Tagen vorkommen. Der Darm muss sich erst an die neue Nahrung gewöhnen.

Gehe die Umstellung etwas langsamer an oder reduziere den Anteil des neuen Futters kurzzeitig. Auch mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt können den Magen-Darm-Trakt entlasten.

Unterstützend kannst du eine kleine Menge Kefir geben, wenn dein Tier ihn gut verträgt. Bei starkem, wässrigem oder anhaltendem Durchfall, Blut im Kot, Erbrechen oder Mattigkeit kontaktiere bitte deine Tierärztin oder deinen Tierarzt.

Am schonendsten taust du tiefgekühlte Menüs langsam im Kühlschrank auf – idealerweise 12 bis 24 Stunden vor dem Servieren.

RICHTIG AUFTAUEN

  1. Portionieren: Nimm die benötigte Tagesration aus der Packung und lege sie in einen geschlossenen Behälter.
  2. Auftauen: Lass die Portion langsam im Kühlschrank auftauen, zum Beispiel über Nacht.
  3. Servieren: Gib die aufgetaute Mahlzeit in den Napf. Bei empfindlichen Tieren und Katzen empfiehlt es sich, das Menü vor dem Servieren etwa 15 Minuten bei Zimmertemperatur stehen zu lassen, damit es nicht zu kalt ist.

 

HALTBARKEIT

Tiefgekühlte Menüs: Nach dem Auftauen bis zu 3 Tage im Kühlschrank haltbar.
Bio-Menüs in der Dose: Nach dem Öffnen bis zu 5 Tage im Kühlschrank haltbar.

Nein, Hunde und Katzen sollten keine gefrorenen Menüs bekommen. Sehr kalte Nahrung kann den Magen reizen und bei empfindlichen Tieren zu Beschwerden führen.

Lass das Menü deshalb zuerst schonend im Kühlschrank auftauen. Bei magenempfindlichen Tieren und Katzen empfiehlt es sich zusätzlich, die Mahlzeit vor dem Servieren etwa 15 Minuten bei Zimmertemperatur stehen zu lassen, damit sie nicht zu kalt in den Napf kommt.

Nein, du musst und solltest die Flüssigkeit nicht wegschütten. Dabei handelt es sich um natürlichen Fleischsaft, der wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aus den Zutaten enthält.

Illustration eines Hundes mit schief gelegtem Kopf
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emPAWer-yourself-Icon mit der Illustration eines Hundes und einer Glühbirne

Nicht nur auf die Zahl schauen: Der Proteinwert auf dem Etikett sagt nicht alles. Entscheidend sind Quelle, Verdaulichkeit und Aminosäurenprofil. Tierische Proteine sind für Hunde und besonders für Katzen häufig leichter und vollständiger nutzbar als rein pflanzliche.

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Lebensmittelqualität

Lebensmittelqualität — Zutaten sowie Verarbeitungs-, Lagerungs-, Kühl- und Transportprozesse entsprechen denselben Standards wie für Lebensmittel — echte Lebensmittelqualität statt Tierfutterstandard.